„Ein Zeichen für den Frieden“

17.02.2026 | Erzbischof Burger sendet Segenswünsche zum Ramadan 2026

Freiburg. In einer Zeit globaler Konflikte und Unsicherheiten hat Erzbischof Stephan Burger seine jährlichen Segenswünsche zum Fastenmonat Ramadan an die muslimischen Gläubigen gerichtet. Das diesjährige Grußwort steht ganz im Zeichen der Sehnsucht nach Frieden und einer besonderen kalendarischen Fügung.

Gemeinsame Fastenzeit als Friedenszeichen 

Besonders hebt der Erzbischof hervor, dass im Jahr 2026 die christliche vorösterliche Fastenzeit und der muslimische Ramadan am selben Tag beginnen. Für Burger ist dies mehr als ein Zufall: Er wertet es als Einladung an beide Religionsgemeinschaften, „gemeinsam am Frieden in dieser Welt zu arbeiten“ und das Trennende zu überwinden.

Anknüpfung an das Erbe von Papst Franziskus und die Haltung von Leo XIV. 

Erzbischof Burger erinnert in seinem Schreiben an den im vergangenen Jahr verstorbenen Papst Franziskus, dessen vielfacher Einsatz für den interreligiösen Dialog auch von Muslimen gewürdigt wurde. Gleichzeitig schlägt er die Brücke zum neuen Papst Leo XIV., der sein Amt am 8. Mai 2025 mit dem Friedensgruß „Der Friede sei mit euch allen“ antrat.

Fasten als Weg zur Freiheit 

Mit Bezug auf den Koran (Sure 10,25) betont der Erzbischof, dass Gott zur „Stätte des Friedens“ ruft. Fastenzeiten seien Zeiten des Verzichts, um Freiheit zur Hinwendung zu Gott und den Mitmenschen zu gewinnen. Burger schließt seine Botschaft mit dem traditionellen Gruß „Ramadan mubarak“ und dem Wunsch, dass die gemeinsame Fastenzeit eine weite Friedenswirkung entfalte.
 
(mh)