Wendelin du Zier der Hirten
1. Wendelin du Zier der Hirten,
wie brennst du vor Lieb zu Gott!
Aus den heiligsten Begierden
wirst du vor der Welt zum Spott.
Schottlands Kron' hast du verachtet, weil du hütest nur die Herd',
weil du nach der Kron' getrachtet, die im Himmel ewig währt.
2. Dort auf Westrichs öden Heiden, wo du in der Einsamkeit, pflegtest
deine Herd' zu weiden, fühltest du die reinste Freud.
0 wie hoch warst du beglücket, wie frohlockte deine Zung', weil
dein Herz in Gott entzücket sich bis zu den Sternen Schwung.
3. Wendelin, dein Volk hier schütze, sei stets unser Schutzpatron!
Unsre Ohnmacht unterstütze dort bei Gottes Gnadenthron. Lass auf
uns den Segen fließen, auf die Fluren, auf die Herd, und von uns sei
stets gepriesen, dass sich unser Glück vermehrt.



