Wallfahrt

 

Alljährlich um den 20. Oktober findet in der Pfarrgemeinde St. Nikolaus Weiher die Wallfahrt zur Wendelinuskapelle statt.

Bei gutem Wetter pilgern jedes Jahr viele Gläubige von der Kirche St. Nikolaus in Weiher zur Wendelinuskapelle in den Lußhardwald. Begleitet vom Musikverein brechen die Pilger auf, die Kapelle in einem 45 Minuten langen Fußmarsch zu erreichen. Dort warten schon einige hundert Pilger, die aus der gesamten Region hierher kommen, um die Wendelinusandacht, die von Kirchenchor St. Nikolaus mitgestaltet wird, zu feiern.

Mit dem zur Tradition gewordenen Segen mit der Wendelinusreliquie und den Liedern: „Wendelin du Zier der Hirten" und „0 guter Hirt, Sankt Wendelin" wird der Wallfahrtsnachmittag beendet.

 

Wendelin du Zier der Hirten

1. Wendelin du Zier der Hirten,
wie brennst du vor Lieb zu Gott!
Aus den heiligsten Begierden
wirst du vor der Welt zum Spott.
Schottlands Kron' hast du verachtet, weil du hütest nur die Herd',
weil du nach der Kron' getrachtet, die im Himmel ewig währt.

2. Dort auf Westrichs öden Heiden, wo du in der Einsamkeit, pflegtest
deine Herd' zu weiden, fühltest du die reinste Freud.
0 wie hoch warst du beglücket, wie frohlockte deine Zung', weil
dein Herz in Gott entzücket sich bis zu den Sternen Schwung.

3. Wendelin, dein Volk hier schütze, sei stets unser Schutzpatron!
Unsre Ohnmacht unterstütze dort bei Gottes Gnadenthron. Lass auf
uns den Segen fließen, auf die Fluren, auf die Herd, und von uns sei
stets gepriesen, dass sich unser Glück vermehrt.

 

0 guter Hirt, Sankt Wendelin

1. 0 guter Hirt, Sankt Wendelin, dem Königshaus entstammt. Zu dir fleht unser Herz und Sinn, wir rufen allesamt: 0 bitte, dass der liebe Gott, bewahre uns vor bösen Tod. Hilf, dass wir in so schwerer Zeit zur Buße seien stets bereit.
2. Sankt Wendelin, ein Königssohn, ließ alle eitle Pracht, das Zepter, Thron und auch die Kron, die Ehre außer acht. Zuerst ein armer Pilgrim wird, aus Demut er ein frommer Hirt, zuletzt im Kloster noch ein Abt, zum Lohn von Gott begabt.
3. Auf deine Hilfe ich vertrau, soviel ich's nur vermag. 0 schütze Feld und Ackerbau vor Blitz und Hagelschlag. Ach bitte du den lieben Gott, dass er vor aller bittren Not uns schütze und vor Kampf und Streit, wir bittens allezeit.
4. So sollst du treuer Führer sein auf unserer Pilgerfahrt, uns tragen, helfen jede Pein, die noch hienieden harrt. Und endlich, in dem letzten Streit mach unser Herz für Gott bereit. Führ uns zum ewgen Heimatland, führ uns zum Heimatland.